Afropean Express sind die Sierra Leonisch-Deutsche Sängerin Mariama, der Deutsch-Nigerianer Donabi und sein Bruder Adé Bantu. Dieses einzigartige Kollektiv arbeitete bereits mit Maceo Parker, UB40, Tony Allen, Patrice und Xavier Naidoo.
Afropean Express ist ein Musikprojekt, bestehend aus der Sierra Leonischen-Deutschen Sängerin Mariama, dem Deutsch-Nigerianer Donabi und seinem Bruder Adé Bantu. Dieses einzigartige Kollektiv arbeitete – sowohl Solo als auch als Gruppe – mit so unterschiedlichen Künstlern wie Maceo Parker, UB40, Tony Allen, Patrice oder Xavier Naidoo zusammen. Bereits als Solo-Acts veröffentlichten sie jeweils Genre übergreifende Alben, die die gängigen musikalischen Klischees und Eingrenzungen der Kritiker und Zuhörerschaft hinterfragten und hinter sich ließen.
Letztendlich war es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich zusammenfanden, um ihre kreativen Ressourcen zu bündeln und auf diese Art und Weise das Konzept des Afro-Blues musikalisch zu ergründen und zu erweitern. Diese Philosophie ist genauso ein immer wiederkehrendes Element in ihren Texten und Songs, wie eine übergreifende Sozialkritik und der Aufruf zu mehr Engagement und Mitmenschlichkeit.
Es ist nicht verwunderlich, dass Adé Bantu und Donabi zu den Mitbegründern des afrodeutschen Musikprojektes Brothers Keepers zählen. Als Afropäer sind Mariama, Donabi & Adé Bantu ständig mit den Reibungen, Vorurteilen und Schmerzen eines ungleichen Dialogs zweier Welten konfrontiert. Nichtsdestotrotz haben sie über die Jahre gelernt, als Mediatoren zwischen ebendieser künstlichen Trennung zu vermitteln, indem sie mit ihrer Musik an die fundamentalen Prinzipien der Menschlichkeit appellieren und somit die Wunden der grausamen Vergangenheit heilen.
Die Auftritte der Afropean Express verbinden gekonnt ihr westafrikanisches musikalisches Erbe des Highlife & Afrobeat mit den klassischen Diaspora-Elementen des Soul, Blues & HipHop. Indem sie ihr Bühnenprogramm auf das Wesentliche reduzieren, zu den Ursprüngen zurückkehren und ihre Seele offenbaren (genauso wie die Afro-Amerikaner entlang des Mississippi), bringen sie den afropäischen Blues zurück zu seinen afrikanischen Wurzeln.
BANTU Brotherhood Alliance Navigating Towards Unity ist das Musikerkollektiv um Adé Bantu. Aufgewachsen ist er in zwei Kontinten, Nigeria (Lagos) und Deutschland (Köln). In beiden Städten lebt Bantu und bezeichnet sich selbst als „AfroPäer“, kein Wunder, da er von beiden Kontinenten gleichermaßen geprägt wird. Leiten lässt er sich von der vielseitigen Tradition der Yoruba und der Sounds der afrikanischen Diaspora.
Mit seinem Debüt Album „Bantu“(2004) gab er eine erste Kostprobe von sich. Für Unterstützung sorgten stilprägende Größen, wie die senegalesischen HipHopVeteranen P.B.S und den jamaikanischen Riddim-Großmeister Sly Dunbar.
Auf seiner aktuellen Platte „Fuji Satisfaction“, an der unter anderem der Großmeister des nigerianischen Fuji-Sounds, Adewale Ayuba, mitgewirkt hat, bringt Adé seine Vision der Vereinigung afrikanischer und europäischer Musikkultur zur Vollendung. Im Dezember 2005 wurde Bantu für dieses elektrisierende Soundgewebe aus Fuji, Funk, Dancehall und Afrobeat in Durban mit dem wichtigsten afrikanischen Musikpreis, dem Kora Award, ausgezeichnet. Bantu darf sich seitdem als „Best Group Africas“ und als „Best Group West Africa“ bezeichnen.
Adé Bantu´s Songs haben stets einen sehr persönlichen und politischen Bezug und stehen in der Tradition von Fela Kuti und Peter Tosh. Welche Kraft in dieser Combo steckt, konnte Adé schon mit dem von ihm initiierten Projekt Brothers Keepers unter Beweis stellen, mit dem er sowohl musikalisch als auch gesellschaftlich Zeichen setzen konnte und es bis an die Spitze der deutschen Charts schaffte. So arbeitet Bantu auch mit UB40, Xavier Naidoo, Patrice und Gentleman zusammen.
Live wird Adé Bantu von der 11 Köpfigen Band Afrobeat Academy unterstützt,die es wie kaum eine andere Gruppe versteht das Erbe Fela Kuti zu zelebrieren. Bei jedem Konzert wird eben jede Energie und Vitalität des Afrobeats unverwechselbar mit neuen Styles ergänzt. Mehrere male teilte Bantu sich die Bühne mit dem Miterfinder des Afrobeats, Tony Allen. Sowohl in Europa als auch in Nigeria, spielte sie mit herausragenden Persönlichkeiten des Genres wie Dede Mabiaku, Seun Kuti und der Legendären Band Egypt 80. Bantu ist bereits durch Nigeria, Schweden, England, Deutschland, Ghana, Uganda und Frankreich getourt.
Nach Jahren des Engagements ist Adé im Jahre 2007 — zusammen mit amtierenden und ehemaligen Präsidenten, Wissenschaftlern und Geschäftsleuten — vom deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler eingeladen worden, bei der dritten Konferenz seiner Initiative „Partnerschaft mit Afrika“ im Kloster Eberbach teilzunehmen. Im Anschluss daran begleitete Adé den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf seiner Afrikareise, um für die Initiative „Partnerschaft mit Afrika“ zu werben.
Gottes Geschenk; diese Bedeutung verbirgt sich hinter dem Namen der in Freetown/Sierra Leone geborenen und in Köln lebenden Sängerin und Songwriterin und auch ihr Bezug zur Musik wird durch den Namen beschrieben. “Meine Lieder haben zwar nicht alle in erster Linie einen religiösen Bezug, doch ich glaube, dass die Inspiration zu schreiben und die Gabe zu singen die schönsten Geschenke sind, die das Leben mir geben konnte.” Um Mariamas Sicht auf die Dinge des Lebens geht es auch in ihren Liedern. Sie drehen sich um die verschiedensten Gefühlslagen und Lebenssituationen.
Ob Freude, Melancholie oder Schmerz, lieben oder verlassen werden, Hoffnung oder Verzweiflung, ihre eigene Geschichte oder die anderer – alles findet Platz in ihren Stücken, die immer zuerst von ihrer Stimme und ihrem Gitarrenspiel getragen werden. “Diese Musik könnte man ‘acoustic soul’ nennen, zumindest glaube ich, dass diese Bezeichnung es zur Zeit am besten beschreibt. Mir fällt es immer schwer mich persönlich sowie musikalisch selbst zu definieren, denn so wie ich selbst je nach Gefühlslage die verschiedensten Musikrichtungen gerne höre, so entsteht auch jedes meiner Lieder immer aus einem anderen Moment und einem anderen Gefühl heraus.”
Von diesen persönlichen Gefühlen und Momentaufnahmen hat Mariama mittlerweile genug für ein komplettes Album angesammelt und will dieses nun auch umsetzen. “Von purem, akustischen Sound, bis hin zu einer vollen satten Produktion, ich glaube, dass es eine Reise wird auf die ich mich mit der Musik und meinen Zuhörern begeben werde.” Man darf gespannt sein.
Wer Mariama live erleben möchte, der wird dieses Jahr mit Sicherheit die eine oder andere Gelegenheit dazu haben. Mit dem Bremer Künstler „Flomega“ und seiner Band „the Ruffcats“ ist sie zur Zeit auf einer kleinen Clubtour in Deutschland unterwegs. Und auch sonst nimmt sie jede Gelegenheit wahr, mit der Gitarre auf Reisen zu gehen und ihre Lieder vor Publikum zu spielen.
Donabi ist ein Entertainer, ein Performer, einer der Musiker, die sich nicht nur durch ihre Songs auf einem Album mitteilen können, sondern erst recht live auf der Bühne ihre explosive Kraft entfalten und ihrer Musik vor Publikum wieder ganz neue emotionale und kreative Qualitäten und Dimensionen hinzufügen und ein Konzert zu einem richtigen Live-Erlebnis machen. Donabi ist ein Live-Artist, der mit seinem Charme, seinem Charisma, seiner Ausnahmestimme und auch seiner Attraktivität das Publikum für sich einnimmt – vom ersten bis zum letzten Song. Entdecken Sie die Seele eines musikalischen Nomaden gepaart mit der Energie eines Entertainers, der sich am wohlsten fühlt in bzw. in diesem Fall auf seinem Element – der Bühne.
Donabis Einfluss beim Projekt Brothers Keepers (»Adriano letzte Warnung«) machte sein Gesicht im deutschsprachigen Raum bekannt und durch seine Mitwirkung in der Band BANTU (Brotherhood Alliance Navigating Towards Unity) kennt man ihn auch über diese Grenzen hinaus. Er war schon mit dem gesamten Who’s Who der deutschen Reggae, Dancehall und Hiphop-Szene auf der Bühne. Donabi ist kein Newcomer. Die Veröffentlichung seiner Solokünstler-EP »Act of Love« im Sommer 2003 war ein gelungener Vorgeschmack auf den nun fertig gestellten Longplayer »No Philosophy«. »Musik ist mein Weg« ist die kompromisslose Aussage des 1972 in London geborenen Sängers, der seine Kindheit in Lagos (Nigeria) verbracht hat und nun schon seit vielen Jahren in Deutschland lebt.
»Mir geht es darum Musik zu schaffen, die zeitlos ist. Die Frage nach Kompromissen ist überflüssig, denn Musik ist meine Herausforderung, meine Passion und mein Antrieb. Für mich gibt es keinen anderen Weg.« Und dabei erinnert sich Donabi auch immer wieder an seinen verstorbenen Vater, dessen Einflüsse ihn bis heute begleiten: »Mein Vater legte für uns Kinder immer sonntags auf, das war unser Gottesdienst. Reggae und Soul und davon viel. Selbst meinen ersten Lieblingssong »I Need A Roof« (Mighty Diamonds) höre ich heute noch gerne.« Donabi liebt die Herausforderung, Menschen immer wieder mit neuen Sounds und musikalischen Ideen zu überraschen: »Gib den Leuten einen kleinen Vorgeschmack, schon bist du ein Reggae-Act. Doch ich lasse mich nicht mehr einengen oder
in Schubladen stecken. Meine Songs sind nicht zuletzt deshalb voller kreativer Spannung und Energie und ohne genau diese Vibes wäre Musik einfach nur pure Langeweile.« Es ist Love and Passion, was Donabi vorwärts treibt, das manifestiert sich auch in der Arbeit an seinen Songs – ein kreativer Prozess, eine Wandlung, die Zeit braucht und bodenständig ist.